Feb 5, 2018

Vol 41: Ich bin ganz schön anders

Ladies Drive – Bargespräche Vol 41: Ich bin ganz schön anders

250 Gäste quetschten sich in unseren voll besetz- ten Eventsaal, um zu hören, wie Querdenker ticken, wie sie Entscheidungen treffen und agieren – und wie sie manchmal ihre eigenen „Flaws“ zelebrieren.
Nicole Strausak, Vize­-Welt-­ und Europameisterin im Curling mit mega Corporate Career, wagte sich vor sechs Jahren in die Selbstständigkeit, und zwar mit einer Busines­sidee der etwas anderen Art: einem Online-­Testaments­ dienst. Nur ein Viertel aller Verstorbenen haben nämlich heute überhaupt ein Testament. So baute Nicole in dieser Zeit nicht nur einen bequemen Online­-Service im B2C­ Segment, sondern auch B2B­Lösungen für Versicherungen, Banken oder NGOs auf.
Stefan Heiniger, CEO und Inhaber der Montana Sport AG, überraschte derweil mit seinen doch eher aussergewöhnli­chen Ansichten. Zum Beispiel über E­Mails: „Die lese ich. Manchmal. Aber ich finde nicht, dass ich die auch noch beantworten muss.“ Oder High­ Potentials: „Ich brauche keine Menschen mit Potenzial. Sondern welche, die primär High ­Performer sind.“ Ohne MBA und akademischen Abschluss war der heute 53­jährige mit 29 Lenzen bereits Europa­-Chef von PUMA und brachte mit seiner Querden­kerart sein Umfeld an seine Grenzen, kreierte aber gerade dadurch neue Ideen und Herangehensweisen, die Puma bis heute beeinflussen: „Früher war das ’ne verstaubte, langwei­lige Altherrenmarke. Nachdem ich alles auf den Kopf gestellt hatte, war die Marke plötzlich wieder cool und begehrlich.“
Viel Kopfkino gab’s dann bei der Designerin und Trendforscherin Bitten Stetter: „Die junge Generation Z zelebriert ihre Schwä­chen, unterstreicht das Anderssein, rasiert sich die Augenbrauen, um krank auszusehen – und lässt Schambehaarung oder die Haare auf den Beinen und unter den Armen spriessen, färbt sie zuweilen auch.“
Schliesslich begeisterte die ungelernte Köchin, Autorin und Unternehmerin Sarah Wiener unsere Gäste und zeigte sich so gesprächig, dass ich als Gastgeberin über weite Strecken arbeitslos war, mich zurücklehnen und mitgeniessen und mitlachen konnte. Doch wie schaffte es so eine Quertreiberin an die Spitze? „Ach,
zum einen haben die Medien das ihre dazugetan, dass ich wahr­ genommen wurde – abgesehen davon sind die meisten Sternekö­chinnen dieser Welt keine ausgebildeten Köchinnen. Und es war auch echt hilfreich, gesprächig zu sein.“ – „Echt? Wär mir gar nicht aufgefallen!“, entgegnete ich ihr da nur, bevor sie weiterer­ zählte, wie ich noch kein einziges Interview von ihr gehört, gesehen oder gelesen habe. Fazit: Wir müssen Sarah Wiener einfach noch einmal einladen. Da waren die 20 Minuten auf der Bühne tatsächlich viel zu kurz.
Wer den ganzen Querdenker­-Abend als Podcast geniessen möchte, kann das auf www.bargespräche.ch jederzeit gern tun. Viel Spass dabei!

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